Elektro-Motorrad fährt 1.316 Kilometer – Weltrekord!

Wohin führt der Weg der Mobilität in Deutschland und der Welt? Noch immer steckt eine Ersatztechnologie für Verbrennungsmotoren in den Kinderschuhen und die renommierten Auto- und Motorradbauer aus Europa können nur neidisch nach Japan oder China blicken. Deutschland und Europa hat die Energiewende verschlafen. Und mit ihr auch den Paradigmenwechsel in der Fortbewegung. Dabei braucht die Mobilität von morgen schon heute moderne Lösungen für dringende Probleme und eine Alternative zu schmutzigen Verbrennungsmotoren. Einen ersten Schritt hat nun der Motorradbauer Zero Motorcycles aus den USA gemacht und mit seiner Zero S den Weitstrecken-Weltrekord für E-Motorräder aufgestellt.

1.316 Kilometer in 24 Stunden

Durchgeführt wurde der Weltrekord auf dem Hochgeschwindigkeits-Testoval der Dekra im Lausitzring. Die eingesetzt Zero S wurde dabei technisch auf eine Höchstgeschwindigkeit von 100 Kilometern in der Stunde eingestellt, um möglichst weit zu kommen. Problematisch war beim Rekordversuch jedoch nicht das Tempo des Bikes, sondern die Ladedauer des 14,4 Kwh-Akku der Zero S. Techniker entwickelten dafür einen eigenen Schuco-Stecker, der den Akku mit bis zu 110 Ampere Ladestrom versorgte und so innerhalb einer Stunde wieder komplett aufladen konnte.

Dies ermöglichte es den Fahrern, mehr Zeit auf der Strecke zu verbringen und so den bisherigen Rekord von 806 Kilometern deutlich zu überbieten. Die gefahrene Strecke des Rekordversuches entspricht im Vergleich der Entfernung von München bis zur russischen Enklave Kaliningrad.

Wichtiger Schritt in der E-Technologie

Auch für die E-Mobilität in Europa war dieser Rekordversuch sehr wichtig, da er deutlich zeigt, welche Möglichkeiten Öko-Autos und Motorräder bieten können. Vor allem ihre fehlende Reichweite und langen Ladezeiten sind noch immer eines der größten Argumente vieler gegen diese neue Technologie. Ein weiteres Problem ist die Ökologie bei der Herstellung entsprechender Akkus für die Fahrzeuge, da diese aus seltenen Erden bestehen, die oft unter schlimmsten Bedingungen in Afrika gewonnen werden und massive Folgen für die Menschen der entsprechenden Länder hat. Inzwischen arbeiten jedoch viele Firmen an einer sauberen Lösung für dieses Problem.